Ehrenamt mit Vorbildcharakter in der Staatsgalerie Stuttgart
Projektdetails
Ehrenamt mit Vorbildcharakter in der Staatsgalerie Stuttgart
Projektstatus: In Umsetzung
Grund des Engagements
"Ehrenamtliches Engagement ist für die Weiterentwicklung der kulturellen und sozialen Infrastruktur heute mehr denn je notwendig. Denn Existenz und Bestehen der Museen sind schon immer auch bürgerschaftlichem Engagement zu verdanken", sagt Hilda Helene Schiefer, Ehrenamtskoordinatorin der Staatsgalerie Stuttgart.
Kunst und Betrachter in einen Dialog zu stellen, war das Ziel des sogenannten Stuttgarter Aufbruchs 1998 zur Neuausrichtung der Stuttgarter Staatsgalerie. Ein erweiterter Service an den Besuchern und eine stärkere Publikumsorientierung galt es, neu zu implementieren. In diesem Zusammenhang kam die Frage auf, ob die Generierung ehrenamtlicher Mitarbeiter ein Instrument zur möglichen Serviceverbesserung darstellen könnte.
Zunächst für drei Jahre von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert und seit 2003 in bürgerschaftlichem Engagement von einer Freiwilligen als Koordinatorin übernommen, wurde das Fundament für das Ehrenamt in der Staatsgalerie endgültig geschaffen.
Die Übergabe des Ehrenamtes in ehrenamtliche Hand ist dabei das Besondere in der Staatsgalerie Stuttgart: Das Ehrenamt trägt sich selbst und genießt deutschlandweit Vorbildcharakter.
Das Ehrenamt umfasst derzeit elf Aufgabenbereiche. Dazu gehören: Koordination, Redaktion, EDV, Kunstklub, Service an Tischen, Archive, Infostreuung/Werbung, Fotolabor, Restaurierung von Gemälden, Graphische Sammlung, Sondereinsätze.
Koordiniert werden die derzeit rund 100 ehrenamtlich Aktiven von der Ehrenamtskoordinatorin Hilda Helene Schiefer. Ihr steht ein Tag in der Woche für die Betreuung der Ehrenamtlichen im Haus zur Verfügung.
Die Freiwilligenarbeit soll aber kein Ersatz für hauptamtliche Aufgaben darstellen. Sie ist als gezielte Unterstützung zu verstehen und nur in geeigneten Arbeitsfeldern einzusetzen. Sie erfolgt unentgeltlich, jedoch mit Fahrtkostenerstattungsanspruch. Sie erfordert einen eigenen organisatorischen Rahmen, der von der Koordinatorin geschaffen ist.
Wie wird finanziert?
Für die Staatsgalerie Stuttgart stellt das Ehrenamt materielle und immaterielle Zusatzgewinne dar.
Die Leistungen der Koordinatorin des Ehrenamtes, die Versicherungskosten für die ca. 100 Ehrenamtlichen, die Kosten der Parkplatzanmietung für die Ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Fahrtkostenerstattung sowie die Kosten für die interne Kommunikation belaufen sich auf ca. 9.000 Euro pro Jahr.
Zählt man alle ehrenamtlich geleisteten Stunden zusammen und rechnet diese auf einen Stundensatz von 11 Euro pro Stunden hoch, beläuft sich die Kostenersparnis der Staatsgalerie auf durchschnittlich 75.923 Euro pro Jahr.
Immateriell gesehen stellen die tausenden ehrenamtlich geleisteten Stunden auch einen erheblichen Imagegewinn für die Staatsgalerie dar, der hier in möglichen Kostenpunkten so nicht aufzuwiegen ist.
Welche Versicherungsfragen waren zu klären?
Die Versicherung der ehrenamtlich Aktiven erfolgt über die Staatsgalerie Stuttgart.
Organisation
Organisationsform
Projekt
Gründung
Seit 2003 in ehrenamtlicher Koordination
Vorstand
Ehrenamtskoordinatorín
Hilda Helena Schiefer




