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Bürgerbus für die „Wohlfühlgemeinde“

Projektdetails

Bürgerbus für die „Wohlfühlgemeinde“



Projektstatus: In Umsetzung

Projektphasen und Arbeitsschritte

Seit 1999 wurde über eine bessere Verkehrsinfrastruktur nachgedacht, am 17. Februar 2003 startete der Fiat Ducato zur Jungfernfahrt.


Grund des Engagements

Auch die Salacher werden älter, wie das so ist in Deutschland. Älter heißt weniger mobil und weniger mobil heißt weniger Austausch in der Gemeinde. Der öffentliche Personennahverkehr war zudem kaum vorhanden, lediglich zweimal täglich hielt hier ein Bus auf dem Weg in die Kreisstadt Göppingen.

Man müsse etwas tun, hieß es in der Gemeindeverwaltung, also wurde 1999 die lokale Agenda 21 geboren. Unter verschiedenen Überschriften suchten verschiedene Teams nach Zukunftslösungen. Ein Team hieß „Verkehr und Umwelt“, dem Teamleiter Johannes Frey wurde das endlose Lamentieren bald zu viel, er suchte nach alternativen Lösungen und fand die Busidee.

Sein Ziel: Die innerörtliche Mobilität in Salach nachhaltig verbessern. Der Bürgerbus sollte durch die bessere Anbindung der einzelnen Ortsteile das herkömmliche Busliniennetz bedarfsgerecht ergänzen.


Bürgerbus für die „Wohlfühlgemeinde“

Wie wird finanziert?

„Ohne Moos nix“, sagt Vereinschef Johannes Frey. Hätte das baden-württembergische Verkehrsministerium nach unzähligen Gesprächen und Anträgen nicht 46.000 Euro für dieses Pilotprojekt locker gemacht, wäre der Bürgerbus wohl nie zustande gekommen. Die Gemeinde stellte zum Start 2.500 Euro bereit.

Mit dem Geld wurde der Bus gekauft, umgebaut und versichert, die Haltestellen eingerichtet und die ärztliche Untersuchung der Busfahrer finanziert. 9.000 Euro werden pro Jahr für Diesel, Wartung und Versicherung benötigt. Das Geld kommt aus drei Töpfen: der kleinste sind die Vereinsbeiträge, dazu kommen die Beförderungsentgelte: für Jugendliche und Erwachsene 50 Cent, für Kinder zwischen 6 und12 Jahren 25 Cent pro Fahrt. Um auf eigenen Füßen stehen zu können, waren 3.800 Fahrgäste pro Jahr kalkuliert, mittlerweile sind es 6.000 jährlich.

Den größten Teil der Einnahmen zieht der Verein aus den vermieteten Werbeflächen auf dem Kleinbus. Die meisten dieser 36 Flächen wurden vom örtlichen Handel und Gewerbe gebucht, denn die Kaufleute und Handwerker profitieren von der neu gewonnenen Mobilität der Bürger. Unter den genannten Rahmenbedingungen trägt sich der laufende Betrieb des Bürgerbusses wirtschaftlich selbst.


Wie wird mit der öff. Verwaltung kooperiert?

Die Gemeindeverwaltung hat eine Anschubfinanzierung von 2.500 Euro geleistet, zugleich zahlt sie die Führerschein-Modalitäten für die 30 ehrenamtlichen Busfahrer. Die Verwaltung fühlt sich rundum mit im Boot. Nicht nur, dass der Bürgermeister mit zu den ehrenamtlichen Fahrern zählt, an bestimmten runden Geburtstagen und Ehejubiläen von Bürgern verschenkt der Bürgermeister Einkaufsgutscheine, garniert mit Gutscheinen für die Benutzung des Bürgerbusses.


Welche Versicherungsfragen waren zu klären?

Die Busfahrer sind über den Omnibusverkehr Göppingen haftpflicht- und unfallversichert, den Bus selbst hat der Verein privat versichert.


Organisation

Organisationsform

Verein


Gründung

2001


Vorstand

Johannes Frey (Vorsitzender)
Dr. Harry Dobeschinsky (Stellvertreter)


Zentrale Kontaktinformationen

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