Betrieb des Elsebades in Schwerte
Projektdetails
Betrieb des Elsebades in Schwerte
Projektstatus: In Umsetzung
Projektphasen und Arbeitsschritte
1. Bürgerbegehren und Gründungsphase (Förderverein und gGmbH) sowie Kampf um Fördermittel (1994 - 1997)
2. Bauphase (1997 - 1998)
3. Betrieb (seit 1998) und Erweiterungen und Erneuerungen
Grund des Engagements
Sehr vielfältig. Zunächst: Protest gegen Schließung eines alten Freibades und Interesse an dessen Wiedererrichtung, Erhalt und Weiterentwicklung. Aber auch: Freude an der gemeinsamen Arbeit für ein verbindendes Ziel; sinnvoller Einsatz lebenslang erworbener Kompetenzen und Interesse an den vielseitigen Tätigkeiten; Interesse an kultureller Arbeit; usw.
Seit der Wiedereröffnung besuchen jährlich 90 - 100.000 Gäste das Elsebad; wir verkaufen etwa 2.500 Jahreskarten und - je nach Witterung - ca. 30.000 Tageskarten pro Jahr. Regelmäßig arbeiten - neben dem fest angestellten Schwimmmeister und einem Fachangestellten (beide ganzjährig beschäftigt) - 130 Menschen ehrenamtlich im "Team Elsebad" an den verschiedensten Stellen im Bürgerbad mit.
Im Kern besteht das Elsebad aus einem 50m Edelstahlbecken (Wassertemperatur 24°C) mit einen 1m-Brett und einer Rutsche und einem Planschbecken für Kinder. Im völlig erneuerten und vergrößerten Badgebäude ist auch die örtliche DLRG beheimatet.
Auf dem etwa 4 ha umfassenden Gelände in wunderschöner Umgebung gibt es neben den großen Liegewiesen mit Bolzplatz, Tischtennis- und Boule-Anlage, einer Festhalle und einem Kiosk mit großer Terrasse eine Beachvolleyball-Anlage und ein Rasenhandballfeld; diese Spielfelder haben wir 2002/2003 gemeinsam mit 3 Sportvereinen gebaut.
Auf einer abseits gelegenen Wiese entstand in Kooperation mit dem Ruhrtalmuseum Schwerte das Spieledorf Argeste mit fünf Fachwerkhäuschen und einem befestigten Dorfplatz: Hier finden regelmäßig Historische Spiele statt, außerdem ein Nikolausmarkt im Dezember. Und im Jahr 2004 hat der "Elsetaler KinoKarren" Einzug gehalten und zeigt jährlich 6 bis 7 Kinofilme auf großer Leinwand als Open-Air-Vorstellung.
Einmal im Jahr gibt die gGmbH ein 70 - 80 Seiten umfassendes Magazin, den "Elsetaler Anzeiger", heraus, in dem über das abgelaufene Jahr im und um das Elsebad berichtet wird.
Wie wird finanziert?
1. Einnahmen aus dem Verkauf von Jahres-, 10er- und Tageskarten (140 - 180.000 €)
2. Betriebskostenzuschuss des Fördervereins aus Mitgliederbeiträgen (20.000 €)
3. Betriebskostenzuschuss der Stadt Schwerte (52.000 €)
4. Spenden (regelmäßige aus Förderbeiträgen und von Fall zu Fall für bestimmte Projekte)
Wie wird mit der öff. Verwaltung kooperiert?
Vertraglich gesicherte kommunale Förderung; regelmäßige Treffen mit der Verwaltungsspitze; Unterstützung durch verschiedene Abteilungen und Dienste der Stadt (z.B. Bauhof)
Waren Hürden zu überspringen - und welche?
Vor allem:
1. Widerstand der Stadt Schwerte überwinden
2. Finanzielle Förderung für den Wiederaufbau des verfallenen Bades akquirieren
Welche Versicherungsfragen waren zu klären?
Absicherung der ehrenamtlichen Tätigen;
Haftpflicht und weitere Versicherungen für den Betrieb
Wurden externe Berater zu Rate gezogen - und welche?
Von Anfang an Experten für den Betrieb von Bädern in verschiedenen (Bürger-)Bädern, später das Städtenetzwerk NRW
Organisation
Organisationsform
e.V. und gemeinnützige GmbH
Gründung
1995 bzw. 1996
Vorstand
ehrenamtlicher Vereinsvorstand (z.Zt. 8 Mitglieder) und ehrenamtliche Geschäftsführung (z.Zt. 3 Geschäftsführer und eine Prokuristin)



