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Betreiben der Stadtteilbibliothek Horn-Lehe in Bremen

Projektdetails

Betreiben der Stadtteilbibliothek Horn-Lehe in Bremen



Projektstatus: In Umsetzung

Projektphasen und Arbeitsschritte

1997 gestartet, nachdem die städtisch verwaltete Bibliothek geschlossen worden ist.


Grund des Engagements

120.000 Ausleihen jährlich, die vierthöchste Ausleihzahl aller Bremer Bibliotheken - das war 1996 die Erfolgsbilanz der Stadtteilbibliothek Horn - Lehe. Dennoch fiel die Filiale dem Sparplan "1 plus 4" zum Opfer. Diese Tatsache bewegte einige Nutzer zum Protest. Als klar war, dass an "1 plus 4" nicht zu rütteln war, entschieden sich die Bürger zur Bibliothek in eigener Verwaltung. Inzwischen ist die in einer Schule untergebrachte Bücherstube für einen kleinen Nutzerkreis zur Institution geworden. Antrieb für das Engagement ist nicht nur der Wille, eine ehemals staatliche Leistung aufrecht zu erhalten, sondern auch, den sozialen Zusammenhalt auszuleben, den man nicht mehr missen möchte.


Betreiben der Stadtteilbibliothek Horn-Lehe in Bremen

Wie wird finanziert?

Seit inzwischen sieben Jahren erhält die Bücherei einen jährlichen Zuschuss im Wert von 5.000 Euro aus der Stiftung eines Bremer Kaufmanns. Zudem wird einmal jährlich ein Antrag auf bis zu 1.500 Euro aus Globalmitteln des Stadtparlaments gestellt. Da der Bestand der Bibliothek ständig aktualisiert wird, gibt es hin und wieder auch die Möglichkeit, Verkaufserlöse aus ausgemusterten Büchern zu erhalten. Für Hörbücher ist eine Gebühr von 1,50 Euro zu zahlen. Durch diese Einnahmen werden 25 – 30 Prozent des Gesamtetats eingespielt. Für Bücher gibt es generell keine Ausleihgebühr. Um jedoch die Nutzer für einen längeren Zeitraum zu binden, wird jeder Kunde zur Mitgliedschaft verpflichtet, Kinder und Jugendliche zahlen fünf Euro, Erwachsene zehn Euro im Jahr. Inzwischen zählt der Verein 480 Mitglieder.


Waren Hürden zu überspringen - und welche?

Ja zu Beginn gab es Anlaufschwierigkeiten. Die anfangs 14 Mitglieder des Vereins durften aus dem vorhandenen Bestand von insgesamt 24.000 Büchern nur 4.000 in die Bürgerbibliothek mitnehmen, die dann den Grundstock bildeten. Zudem mussten sich die Bürger einen neuen Ort suchen, da die bis dato genutzten Räume von der Stadt anderweitig benötigt worden. Der neue Ort wurde in einer Schule gefunden, liegt allerdings ab vom Schuss. So musste man quasi völlig von vorn anfangen, die Leser vom neuen Standort überzeugen und hier halten. Es hat funktioniert!


Wurden externe Berater zu Rate gezogen - und welche?

Mit einem Buchhändler steht die Bibliothek im engen Kontakt. Profi und Verein tauschen sich regelmäßig über aktuelle Trends aus


Organisation

Organisationsform

Verein


Gründung

1997


Vorstand

Christiane Müller


Zentrale Kontaktinformationen

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